Dienstag, 7. April 2015

Ein Buch zu schreiben

Ein Buch zu schreiben, ist natürlich mit Arbeit verbunden. Aber das Schreiben ist das, was mir am meisten Spaß macht. Also empfinde ich es auch nicht als Arbeit, sondern als Vergnügen. Und dabei verliere ich auch nach Monaten nicht die Freude am Schreiben, Grübeln und Phantasieren. Die Ideen fliegen mir oft im Halbschlaf zu. Aber wenn man den letzten Punkt gemacht hat und glaubt, man sei nun endlich fertig und alles ist gut, dann beginnt erst die Arbeit: Korrigieren, umschreiben, korrigieren, verändern …
Auch das macht mir noch Spaß.
Dann lasse ich den Text ein paar Wochen liegen und schaue ihn möglichst nicht an. Danach erst beginne ich ihn erneut zu überarbeiten. Nun, mit dem Abstand von mehreren Wochen, lese ich das Manuskript fast mit den Augen des Lesers und  finde erneut das eine oder andere Fehlerchen oder einen nicht passenden Ausdruck. Ich mag auch kein Buch mit vielen Rechtschreib- und Kommafehlern lesen, das stört mich sehr. Also will ich dies auch meinen Lesern oder dem Lektor, der das Manuskript durcharbeiten muss, nicht zumuten. Es gibt wohl selten ein Buch, das von vorn bis hinten fehlerfrei ist, auch in Bezug auf Satzzeichen. Trotzdem sollten sich so wenige Fehler wie möglich einschleichen.
Nach der letzten Korrektur lasse ich auch gern noch einen Unbeteiligten, der aber der Rechtschreibung kundig ist, gegenlesen. Denn man selbst wird mit der Zeit bekanntermaßen blind für die eigenen Fehler.
So jedenfalls läuft es bei mir ab. Andere mögen es vielleicht ganz anders machen.
Bis hierher hat mir alles noch Spaß gemacht. Was dann aber nach der endgültig letzten Korrektur kommt, mag ich weniger, doch es gehört leider zum Veröffentlichen in einem Verlag dazu, egal, ob man ein Kinderbuch oder einen Roman verfasst hat: Verlagssuche! Und später die Werbung für das eigene  Buch.
Für das letztere scheine ich völlig unbegabt zu sein. Werbung ist mir unendlich peinlich.
Verlagssuche ist sowieso ein Kapitel für sich. Manche Autoren geben auf und verlegen mit BoD  oder  veröffentlichen ihre Geschichten als e-book. Ich habe ein einziges von meinen Büchern, nämlich das letzte, als BoD veröffentlicht und werde es nicht wieder tun, weil ich es mit meinen  mangelnden Möglichkeiten selbst sehr schlecht vermarkten kann. Ich bin zum Verkaufen zu unbegabt. Es war halt ein Versuch. Schade ums Buch, denn „Irgendwann ein neuer Morgen“ liegt mir am Herzen.
Alle anderen Bücher und auch die drei Anthologien, die ich herausgegeben habe, sind in klassischen Verlagen erschienen. 
Das Kinderbuch „Drachenalarm“ erscheint nun wieder in einem klassischen Verlag. Es wird dort noch ein weiteres Kinderbuch geben, die Fortsetzung von „Drachenalarm“, das in seiner Erstveröffentlichung „Karlchens Abenteuer“ hieß, und nach gründlicher Neuüberarbeitung dann wahrscheinlich auch umbenannt wird.
 

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