Samstag, 18. April 2015

Rezensionen


Autoren sind auf Rezensionen angewiesen, natürlich möglichst auf positive. Sie sollen nicht zu viel verraten, gerade nur so viel, dass potentielle Leser einen Eindruck bekommen und wissen, was ihnen geboten wird. Dann können sie leichter entscheiden, ob das Thema sie interessiert und das Buch interessant für sie sein könnte. Ich jedenfalls will keinen Käufer, der das Buch unter völlig falschen Voraussetzungen kauft und sich am Ende betrogen fühlt. Denn manchmal lässt man sich vom Titel in die Irre führen. Deshalb sind Rezensionen  wichtig. Und natürlich wünsche ich mir wie jeder Autor Resonanz. „Gefällt. Gefällt nicht. Gut  geschrieben. Spannend usw.“ Wir sind doch irgendwie alle abhängig von Resonanz.
Natürlich hoffe ich auch auf gute Rezensionen für mein künftiges Kinderbuch!


Wo sucht ein Leser Rezensionen? Selten in Zeitungen, meistens im Internet auf den verschiedensten Blogs und natürlich vor allem als erste Adresse bei Amazon. Denn leider gibt es sie nicht beim Buchhändler vor Ort. Dort muss man sich auf den Klappentext verlassen, der aber manchmal auch nicht aussagekräftig ist.
Autoren möchten natürlich positive Rezensionen bekommen, obgleich ein Verriss im Fernsehen auch Werbung ist! Man kann aber nie für jeden Geschmack schreiben und will es auch nicht. Immer wird es Rezensenten geben, die mit dem, was der Autor sich ausgedacht hat, nicht  konform gehen. Das ist auch in Ordnung. Anders wäre es ja langweilig. Und der unbefangene Leser merkt schnell, ob er gerade eine  Gefälligkeitsrezension vor sich hat oder die ehrliche Überzeugung des Verfassers.
Manchmal allerdings triefen die Ergüsse der Rezensenten nur so von Gehässigkeit, und dann frage ich mich, was wohl dahinter steckt. Persönliche Befindlichkeiten? Neid? Oh, ja, auch Autoren können neidisch sein auf den Erfolg eines Kollegen!
Man kann auch sachlich und höflich bleiben, selbst, wenn man eine schlechte Rezension schreibt. Denn manchmal scheint das unumgänglich. Ich habe auch schon die eine und andere schlechte geschrieben, wenn ich mich beim Lesen aus verschiedenen Gründen regelrecht geärgert habe.
Schöne Rezensionen aber vergisst man nicht, so wie die, die ich einmal vor langer, langer Zeit bekam: 
„Ich bin am Lesen und am Träumen.......wenn ich das Buch ausgelesen habe, werde ich Ute Eppich bitten, mir zu verraten, welchen Zug ich nehmen muß, damit mich ein Sandsturm überrascht. Sie ist eine ganz große Künstlerin, die es auf eine unglaubliche Weise versteht, mit Worten umzugehen... und vor allen Dingen die Geschehnisse so bildhaft erscheinen zu lassen. Wie schon bei "Sternschnuppen im Gepäck" habe ich einfach alles gesehen, alles gefühlt ... ohne daß sie ins Kitschige abgleitet ....“
Es ist wirklich schon lange her, aber ich habe diese kleine Rezension nie vergessen und mir natürlich aufgehoben. Wie ich mich darüber gefreut habe, kann sich jeder Autor vorstellen. Ich kannte die Frau nicht, die so eine nette Rezension über mein Buch „Sandsturm“ geschrieben hatte, aber ihren Namen habe ich noch im Original gespeichert.



Kommentare:

  1. Wie ich sehe, gibt es HIer - und das wundert mich sehr - (noch) keine Kommentare obwohl es sich doch anbietet gerade dazu etwas zu schreiben!
    Kommentare - Rezensionen über geschriebenes, das salz in der Suppe für jeden der schreibt, und, nicht nur schreibt - Bücher schreibt, sie veröffentlicht und anbietet zum lesen!
    Deine KINDERBÜCHER werde ich mir (2 kenne ich ja schon) auf jeden Fall auf den Schirm holen und das nicht nur wegen der positiven Rezension.
    JEDER Autor - denke ich - hofft dass irgendwann - von irgendwem eine "Rückmeldung" kommt, egal ob sie nun Lob, Billigung, konstruktive Kritik oder eine Bestätigung dass man was gelesen hat und wie man es findet" enthält.
    Sobald etwas öffentlich von einem erscheint, denn für die Schublade im Nachtkastl da schreiben wir (Hobbyautoren) zwar auch, aber sicher nicht ausschließlich, lacht - herzlichst Angelface nun bei dir angekommen!

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    1. Stimmt, liebe Angel, wir sind auf Resonanz angewiesen. Die Bequemlichkeit ist vermutlich oft der Grund, dass keine kommt. Vielleicht auch das Gefühl, "so etwas" nicht zu können. Dabei würden schon ein paar wenige Worte reichen. Du schreibst so herrlich locker, dass es eine Freude ist, deine Kommentare zu lesen. Danke herzlich dafür!
      Lieber Gruß von Ute


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  2. Liebe Ute, zwar können wir ohne Resonanz, aber wenn sie dann doch kommt ists doch viel viel schöner, gell?
    das "lockere schreiben direkt aus dem Bauch " ist eine Spezialität" von mir und wahrscheinlich auch irgendwie in die Wiege gelegt worden, ein wenig mehr Handwerk würde ich mir aber schon wünschen, habs aber bis heute noch nicht in eine "Schreibwerkstatt geschafft", lacht.
    doch da ich nicht für einen öffentlichen Verkauf schreibe, ists auch andererseits wurscht für mich. Die Freude am schreiben schmälert es nicht
    Bist du so nett und überprüfst noch mal den LINk zu mir, bei mir funktioniert er nämlich leider nicht.(doch dies nur am Rande):))
    herzlichst Angelface....

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